20 Jahre Bibliotheksneubau

Gestern feierten wir unser Jubiläum zu 20 Jahre Bibliotheksneubau. Prof. Dr.-Ing. Horst-Dieter Tietz, zu jener Zeit des Bibliotheksneubaus Rektor der Hochschule, konnte an der Feierlichkeit leider nicht teilnehmen, ließ uns zuvor aber folgendes Grußwort zukommen, welches Frau Al-Hassan zum Beginn der Veranstaltung verlas:

Grußwort zur Feier „20 Jahre Hochschulbibliothek“

20 Jahre Hochschulbibliothek sind 20 Jahre Erfolgsgeschichte. Umso mehr bedauere ich, wegen meiner gleichzeitig  an der Universität Kassel stattfindenden geblockten Lehrveranstaltungen an der Feierstunde nicht teilnehmen zu können. Aber es ist Gelegenheit, einigen Gedanken nachzugehen.

Von einem ernstzunehmenden Journalisten am Ende meiner Amtszeit als Rektor im Jahr  2000 gefragt, was mich am meisten erfreute, so fiel mir sofort der Bau und die Inbetriebnahme unserer Hochschulbibliothek am Kornmarkt ein. Schon das zum Stadtzentrum geöffnete Gebäudedesign ist Programm. Umso bemerkenswerter ist, wie dieser Anspruch unter dem Wirken der beiden Bibliotheksdirektorinnen, Frau Dr. Leistner und Frau Al-Hassan, sowie ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfüllt wurde.

Die Bibliothek ist eine Quelle der Bildungskultur; auch heute, wenn ihre Aufgaben durch die Diversifizierung der Medien vielfältiger  werden. Aus eigener Erfahrung weiß ich: das haptische Erlebnis eines Buchs oder einer Zeitschrift, auch durch die Möglichkeit des schlagwortabhängigen Durchblätterns, ist für die Wissensaneignung effizient und nachhaltig. Als Bahnreisender schätze ich natürlich auch andere Medien.

Wie kann man das Wirken der Bibliothek über die Hochschule nach innen und außen besser zum Ausdruck bringen, als wenn schon einen Tag nach ihrer Eröffnung der Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels, Friedrich Schorlemmer Vortragsgast war. Allein dieses Beispiel belegt, dass in der Hochschulbibliothek über Jahre das praktiziert, was neuerdings die entsprechenden ministeriellen Stellen als „Third Mission“ entdecken und verkünden.

Eine Schlüsselqualifikation von Studierenden ist ihre Befähigung, Fachwissen in gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge zu stellen. Dafür werden zusätzliche Veranstaltungen angeboten, vor allem das Studium generale. Mehr und mehr werden unter dem Druck einer verkürzten Studiendauer Ergänzungen zu den Fachgebieten in dieses Studium eingegliedert. Bildung ist nicht ein „Humankapital-Tauschwert“ oder ein abonnierbares Intelligenztraining für den „Homo oeconomicus“, sondern es ist die Formung einer Persönlichkeit, die ihre Fähigkeiten sinnvoll bedienen kann und das bei einer ständig steigenden Flut von Informationen und virtuellen Welten. Veranstaltungen in der Hochschulbibliothek spiegeln diesen Anspruch der Persönlichkeitsbildung eindrucksvoll wider.

Über die Konzentration auf dieses, für das Ansehen der Westsächsischen Hochschule Zwickau in der Öffentlichkeit so bedeutsame Tätigkeitsfeld hinaus, danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hochschulbibliothek recht herzlich für ihre engagierte Arbeit.

Die Vorzüge unserer gut organisierten Bibliothek nimmt von der Aus- und Fernleihe, von Normenbeschaffungen und Kopierwunscherfüllungen bis zu Erwerbungsvorschlägen gern in Anspruch ihr Nutzer 001***.

Juni 2018
Horst-Dieter Tietz

Wir bedanken uns bei Herrn Prof. Tietz für seine geschätzten Worte, ebenso für seinen Einsatz und sein Engagement zum Bibliotheksneubau. Wir freuen uns auch weiterhin auf die sehr gute, kollegiale Zusammenarbeit.

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