Die letzten Jahrzehnte Protestantismus …

Am 23.01.2018 findet um 17 Uhr der Vortrag „Zumutbare Wahrzeiten zur kirchlichen Aufarbeitung der beiden Diktaturen des 20. Jahrhunderts“ von Dr. Edmund Käbisch bei uns in der Hauptbibliothek statt.

Folgende These wird erörtert und dann zur Diskussion gestellt:
Der nicht aufzuhaltende Vertrauensverlust (Implosion) der Landeskirche ist von ihr selbst mit verursacht, weil keine sachgerechte Aufarbeitung der NS- und DDR-Diktatur erfolgte.(Implosion ist der Gegensatz von Explosion)

An einzelnen Personen wird das Denken und Handeln von Christen – größtenteils aus der Zwickauer Region – dargestellt. Sie waren staatshörig. In der Nazi-Zeit haben sie sich unerbittlich eingesetzt, mit „Luther und Hitler“ eine neue Kirche zu schaffen. In der DDR-Zeit haben sie Andersdenkende aus der Kirche herausgedrängt, damit das „gute Staat-Kirche-Verhältnis“ erhalten bleibt. Ihr Verhalten war schädigend und nachhaltig, denn sie haben Verrat geübt.

Weder nach der bedingungslosen Kapitulation 1945 noch nach der Friedlichen Revolution 1989 wurde dieses Versagen weder öffentlich gemacht noch aufgearbeitet. Bis heute liegt darüber die Decke des Schweigens. Somit kann es sich in ähnlicher Weise wiederholen. Die Gefahr besteht, wer in der Diktatur schläft, der wacht in der Diktatur auf!

Es ist die Zeit angebrochen wie bei den Fällen des Kindesmissbrauchs innerhalb der Kirchen, dass darüber ein öffentlicher Diskurs geführt wird. So kann sich zaghaft neues Vertrauen entwickeln und zurückgewonnen werden.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Der Eintritt ist frei!

Die Teilnahme können sich Studierende auf ihrem Nachweisbogen
zum Studium generale eintragen lassen.

Der Islam aus anderer Sicht (Vortrag)

Am Dienstag, 26.04.2016 um 17 Uhr hält Herr Dr. Edmund Käbisch, Pfarrer i.R.
in der Hochschulbibliothek einen Vortrag zum Thema
„Islam – aus der Sicht eines evangelisch-lutherischen Pfarrers“

Das Judentum, das Christentum und der Islam glauben nur an einen Gott. Dieser Monotheismus ist wie ein verbindendes Band zwischen den drei Religionen – auch der Stammvater Abraham. Aber die Menschheitsgeschichte führte dazu, dass nicht das Gemeinsame gesehen und gelebt wurde, sondern das Trennende. Die religiösen Gegensätze wurden wie eine Ideologie benutzt und führten zu furchtbaren Glaubenskriegen. Diese Ideologie hat sich im Laufe der Jahrhunderte tief in die menschliche Festplatte des Bewusstseins eingebrannt und bestimmt bis heute nicht nur das Denken und Handeln der Gläubigen.

Einmal wird im Vortrag die konträre Entwicklung des Christentums und des Islams gegenübergestellt. Und andermal wird die abrahamitische Theologie erklärt, weil die beiden Religionen viel Gemeinsames und Verbindendes haben. Sie ist eine neue Perspektive, die zu einem friedlicheren Miteinander führen könnte.
Dr. Edmund Käbisch

Symbole der Buchreligionen

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Der Eintritt ist frei!

Die Teilnahme können sich Studierende auf ihrem
Nachweisbogen zum Studium generale eintragen lassen.

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Tage der Demokratie und Toleranz in Zwickau statt. Weitere Informationen finden Sie HIER

Vortrag: Friedliche Revolution

Die Friedliche Revolution war kein Geschehen, das sich im Herbst 1989 überraschend ereignete und dann zur deutschen Wiedervereinigung führte. Bereits Anfang der 1980er Jahre kamen in Zwickau mutige Bürger zusammen, welche die SED-Diktatur verbessern und reformieren wollten. Sie versammelten sich in Basisgruppen unter dem Dach der Kirche. Sie setzten sich für Gerechtigkeit, Frieden, Freiheit und Bewahrung der Umwelt ein. Sie lösten mit ihrem Denken, Reden und Handeln einen nachhaltigen Prozess aus. Die Bevölkerung wurde für die Themen dieser Menschenrechte sensibilisiert. Zunehmend begannen immer mehr Bürger zu fordern, alle Menschenrechte müssen auch in der DDR-Gesellschaft verwirklicht werden. Die Basisgruppen waren es, die das erste Friedensgebet organisierten und durchführten. Nach dem nächsten Friedensgebet ging dann die Bevölkerung von der Kirche auf die Straße und die Revolution nahm seinen friedlichen Verlauf.

Aber dieses weltgeschichtlich einmalige Ereignis verlief nicht so harmonisch und glatt, wie es heute gern gesehen und dargestellt wird. SED, Stasi und die Amtskirche haben massiv auf diese friedliche Entwicklung offiziell und inoffiziell Einfluss genommen. Der Status quo sollte erhalten bleiben! Als Zeitzeuge und Pfarrer werde ich diese damaligen Geschehnisse rekonstruieren und zur Diskussion stellen.

In Kooperation mit dem „Verband politisch Verfolgter des Kommunismus e.V.“ (VPVDK).

Dr. Edmund Käbisch

Plakatentwurf

Wir laden Sie recht herzlich zur Veranstaltung von
Dr. Edmund Käbisch, Pfarrer i.R. Zwickau ein!

Am 14.10.2014 um 17 Uhr spricht Dr. Käbisch zum Thema
„friedliche Revolution“ in der Hochschulbibliothek am Kornmarkt.

Der Eintritt ist frei!

Die Teilnahme können sich Studierende auf ihrem
Nachweisbogen zum Studium generale eintragen lassen.

Zwangssterilisation und Euthanasie (Vortrag)

Header der Webseite „https://www.euthanasie-ausstellung.de/
 

Am 06.05.2014 um 17 Uhr hält Dr. Edmund Käbisch, Pfarrer i.R.
einen Vortrag zum Thema

„Zwangssterilisation und Euthanasie während des Nationalsozialismus“

Im Amtsgericht Zwickau wurden nach dem Rassegesetz Zwangssterilisationen angeordnet und von praktizierenden Ärzten durchgeführt. Auch die so genannte „Euthanasie“ hat um Zwickau keinen Bogen gemacht. Bürger der Stadt und des Landkreises wurden systematisch und heimlich vernichtet. Darüber liegt bis heute eine Decke des Schweigens. Diese Opfer sollen aus der Anonymität geholt werden. Durch Recherchen kann erreicht werden, dass sie wieder zu ihren Namen kommen oder auch ihre Gesichter zurückerhalten. Würdevoll soll dieser Bürger gedacht werden. Sie sollen einen Platz der Erinnerung erhalten, denn zur Zukunft gehört die Erinnerung.

Alle Interessierten sind recht herzlich dazu eingeladen!

Die Teilnahme können sich Studierende auf ihrem
Nachweisbogen zum Studium generale eintragen lassen.