Darf ich mich vorstellen…

Mein Name ist Oliver Lempert und ich bin der neue Azubi der Hochschulbibliothek Zwickau. Mit dem 1.September 2011 begann meine dreijährige Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (FaMI) im Fachbereich Bibliothek.

Was führte mich zu diesem Beruf?

Es war „die Woche der offenen Unternehmen“, welche Schülern die Möglichkeit bietet in den Alltag verschiedener Berufe zu schnuppern. Dies kann für die spätere Berufswahl eine große Hilfe sein. Ich nutzte diese Woche und besuchte unter anderem die Stadtbibliothek Zwickau. Die Neugier und das Interesse für den Beruf, den ich nun erlernen darf, wurden geweckt.

Jetzt darf ich gespannt sein, welche vielfältigen Aufgaben mich in den nächsten drei Jahren erwarten.

Oliver Lempert

Das war’s

Drei Jahre können eine lange Zeit sein, allerdings auch schnell vergehen. Die drei Jahre meiner Ausbildung sind schneller vergangen als ich mir hätte vorstellen können. Mit der Übergabe der Prüfungsergebnisse endet meine Ausbildung am 29.08.2011.

Panoramatour
Panoramatour

Als Teil der schulischen Ausbildung in Leipzig hatten wir die Möglichkeit ein frei gewähltes Abschlussprojekt zu gestalten. Sebastian Kröner (Azubi in der Stadtbibliothek) und ich entschlossen uns eine Panoramatour durch die Hochschulbibliothek zu gestalten. Das Ergebnis unserer Arbeit wurde in die Homepage der Bibliothek verlinkt und lädt alle Interessenten dazu ein am Bildschirm durch das Hauptgebäude zu schlendern.

Wir freuen uns über Kommentare und Anmerkungen.

Ich kann auf viele interessante Aufgaben, Gespräche und Erfahrungen zurückblicken. Darum möchte ich mich bei allen MitarbeiterInnen (auch den Ehemaligen) der Hochschulbibliothek bedanken. Dafür, dass ich so freundlich ins Team aufgenommen wurde und mir damit eine wunderbare Ausbildungszeit in der Hochschulbibliothek ermöglicht wurde.

Gespannt schaue ich in die Zukunft.

Simon Schwabe

Ordnung ist das halbe Leben

Alle Bibliotheken egal ob öffentliche oder wissenschaftliche haben immer ein Ziel, die Benutzerfreundlichkeit ihrer Einrichtung zu steigern. Die größte Steigerung der Nutzerfreundlichkeit erfuhr das Bibliothekswesen mit der Einführung der Freihandaufstellung. Damit konnten die Nutzer zum ersten Mal selbst an das Regal gehen und die Bücher in die Hand nehmen, was vorher undenkbar war. Dies stellte für den Nutzer von nun an einen großen Vorteil dar, war aber für die Bibliotheksmitarbeiter oft ein Grund schlafloser Nächte. Dadurch wurden intensive Bemühungen den Bestand in Ordnung zu halten notwendig. Jedoch kam es mehr und mehr vor, dass einige Exemplare nicht aufgefunden werden konnten oder erst nach langwierigen Suchaktionen. Aber was war die Ursache dafür?

Als ehemaliger Student der TU Chemnitz war ich auch Nutzer der dortigen Universitätsbibliothek. Wie fast jeder Erstsemestler, habe auch ich an der Bibliothekseinführung teilgenommen. Alles was ich wissen wollte war, wie kann ich schnell und ohne viel Aufwand meine gewünschten Medien finden. Die Antwort war eindeutig OPAC und sonst KVK. Den Titel eingegeben, suchen lassen und da war er auch schon. Nur noch diese komische Kombination aus Buchstaben und Zahlen (in der Einführung nannten Sie es Regensburger Verbundklassifikation) aufgeschrieben und losgesucht. Nach ziellosem „Umherirren“ war ich endlich am Ziel. Dort hatte ich schließlich Zeit mir diese komische Kombination mal genauer anzusehen. Und das Erste was mir klar wurde war, dass sie überhaupt keinen Sinn ergibt. Wer vermutet schon, dass sich hinter dem Buchstaben N das Fachgebiet Geschichte verbirgt. Oder diese willkürlichen Zahlen – ok dass gleiche oder ähnliche Zahlen die gleichen Teilgebiete bezifferten war relativ erkenntlich. Aber auch an komplett anderen Stellen fand ich Medien zu dem gleichen Gebiet. Nach der Benutzung wurde das Medium einfach wieder ins Regal zurückgestellt. Ob es dann wirklich am richtigen Ort stand war dabei oft zweitrangig. Dahinter steckte aber nie eine Absicht. Oft hatte ich es einfach vergessen wo es stand und man kann sich ja auch nicht alles merken.
Das gleiche Verhalten kann ich jetzt während meiner Ausbildung wieder beobachten, nur das ich diesmal auf der anderen Seite stehe. Ich weiß nun welchen Sinn eine Klassifikation hat und wo die Medien stehen.

SignaturHier noch mal einen Kurzüberblick über die Signatur der Hochschulbibliothek Zwickau:
Zuerst wird nach dem Hauptgebiet geordnet. Dieses wird durch die beiden obersten Buchstaben (ZN) symbolisiert. Danach folgt das Teilgebiet, dass durch die darunter folgende Nummer (8280) beziffert wird. Als nächstes wird nach dem Nachnamen des Autors geordnet, dieser wird durch eine Buchstaben-Zahlenkombination (S381) angegeben und befindet sich unter dem Teilgebiet. Anschließend wird nach der Bandnummerierung (-1) aufsteigend geordnet. Zum Schluss wird noch nach Auflage ((3))aufsteigend sortiert. Wenn eine Bandnummerierung und die Auflage angegeben sind, wird die Auflage innerhalb der Bände geordnet (-1(3), danach -2(1)). Wer sich an diese Reihenfolge hält, sollte das Medium ohne Problem an die richtige Stelle zurückbringen können.

Aber um dem Ganzen zuvorzukommen, haben sich die Bibliotheken etwas einfallen lassen – den „Bücherwagen“. Hier in der Hochschulbibliothek Zwickau steht in jeder Etage neben dem Aufzug so ein Bücherwagen. Dort können alle Bücher abgelegt werden, die aus dem Regal genommen wurden. Das zuständige Personal wird sich um die Einstellung kümmern. Damit treten weniger Fehler auf und  Ihr  kommt schneller und mit weniger Wartezeit zu Euren Medien.

Abschließend möchte ich Euch aber trotzdem dazu aufrufen, die benutzten Medien in die Bücherwagen zu legen oder sie an der Theke abzugeben. Damit leistet auch Ihr einen Beitrag zur Benutzungsfreundlichkeit der Bibliothek und das hat auch für Euch nur Vorteile.

Dies sind meine Erfahrungen aus dem 4-wöchigen Praktikum in der Hochschulbibliothek.

Sebastian Kröner – Azubi Stadtbibliothek Zwickau

Haben Sie’s gewusst – Ausbildung zum FAMI an der Hochschulbibliothek Zwickau?

Azubi am Inforegal

Seit 2001 bildet die Hochschulbibliothek Zwickau
„Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste“ in der Fachrichtung Bibliothek aus.

Mit Hilfe modernster Technik hat der Azubi die Aufgabe, Informationen und Medien aller Art zu beschaffen, aufzubereiten und zu vermitteln. Neben Beratung, Werbung und Marketing gehören ebenso Bücher einstellen, Ordnungsarbeiten, Statistik und Haushaltswesen zu seinen Tätigkeiten.

Die Ausbildungszeit beträgt 3 Jahre. Neben der praktischen Ausbildung in unserer Hochschulbibliothek besucht der Auszubildende die Gutenbergschule in Leipzig.

Ab September heißen wir wieder einen neuen Azubi in unserem Haus willkommen.

Erstmalig wird es in diesem Jahr einen FAMI-Stand auf der Leipziger Buchmesse geben, wo man Interessantes über diesen Beruf, das Berufsumfeld und Fortbildungsmöglichkeiten erfahren kann.

Praktikum in der Bibliothek

Die Bibliothek ist nicht nur Ansprechpartner für den Bereich der wissenschaftlichen Bildung, sondern auch interne Ausbildungsstätte. So absolvierten in den letzten drei Wochen zwei Auszubildende ein Praktikum und brachten sich tatkräftig in den bibliothekarischen Arbeitsalltag ein. Im folgenden berichten sie über ihre Erlebnisse:

QP 390 D717(2)… bitte was?!

Wir, zwei FaMI-Azubis im 3. Lehrjahr (Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste Fachrichtung Bibliothek), absolvierten vom 22.02.-12.03.10 ein Praktikum in der Hochschulbibliothek Zwickau. Da wir in öffentlichen Bibliotheken ausgebildet werden – Maria in der Stadt- und Kreisbibliothek Glauchau und Teresa in der Stadtbibliothek Zwickau – war die Arbeit in einer wissenschaftlichen Bibliothek ein regelrechter Kulturschock für uns.
Nach einer detaillierten Einführung in den Bibliotheksablauf war unsere erste Aufgabe das Zurückstellen der abgegebenen Medien ins Regal. Da fingen die Schwierigkeiten schon an: QP 390 D717(2)?! Das ist nicht etwa die Bezeichnung für eine weit entfernte Galaxie sondern eine Signatur nach der Regensburger Verbundklassifikation (RVK). Letztendlich fanden wir uns dann doch ganz gut zurecht und steigerten unser Tempo deutlich. Weiterhin lernten wir die verschiedenen Arbeitsabläufe der Benutzung, Katalogisierung, Erwerbung und Informationsvermittlung kennen.
Nach diesem dreiwöchigen Praktikum ist auch Web2.0 kein Fremdwort mehr für uns, denn wir erarbeiteten ein Projekt zum Thema „Web2.0-Dienste für und von FaMIs“ (z.B. Blogs und Soziale Netzwerke) und stellten die gefundenen Seiten im FaMI-Portal online. Auch das RFID-Verbuchungssystem faszinierte uns vom ersten Tag an. Die Medien auf den Tisch zu legen und zeitgleich den Datensatz im PC zu sehen, war eine neue Erfahrung für uns. Endlich kein lästiges Suchen der Barcodes und Piepsen der Scanner mehr. Ein Anschaffungswunsch für unsere „Heimatbibliotheken“? Aber unbedingt!
Rundum waren die drei Wochen gespickt mit neuen Eindrücken und eine Bereicherung für unser weiteres Arbeitsleben. Um es mit den Worten von Herrn Manthey (Mitarbeiter der Informationsvermittlung) auszudrücken: „Man weiß nie, wo es einen mal hinverschlägt.“
Hiermit möchten wir uns auch bei allen Mitarbeitern der Hochschulbibliothek Zwickau für die freundliche Aufnahme, die geduldige Unterrichtung und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken!

Maria Diebel und Teresa Buschbeck