Die Haltestelle – Buchlesung

Am kommenden Dienstag, 28. Juni 2011 findet die für dieses Semester letzte Veranstaltung unserer Reihe „Bibliothek im Dialog“ statt.

Der in Syrien geborene Schriftsteller Taher Erabi liest ab 17:00 Uhr in der Hauptbibliothek aus seinem Buch

„Die Haltestelle – Warten auf Palästina“.

„Haltestelle“ – so nennen sich die Flüchtlingslager der Palästinenser, in denen seit 1948 die Vertriebenen leben – nun schon seit Generationen heimatlos, nur gelegentlich von der Welt beachtet. Taher Erabi ist ebenfalls in einem solchen Lager bei Damaskus aufgewachsen, lebt aber schon seit DDR-Zeiten als Dipl.-Ing. für Klimatechnik in Dresden.

In seinem Buch erzählt er die Geschichte seiner Kindheit „an der Haltestelle“. Er beschreibt eindringlich die Situation der Menschen, ihre vielleicht vergebliche Hoffnung auf Rückkehr in das Heimatland und Frieden in der Region.

Alle Intressenten sind recht herzlich eingeladen!

_____

Update vom 29.06.2011: Bilder zur Veranstaltung

Eröffnung der Fotoausstellung „Wir sind das Volk – Pressefotographie für die Schublade!“

Am Donnerstag, 15. April 2010 wird um 16:00 Uhr im Foyer der Hochschulbibliothek – bei schönem Wetter im Außenbereich vor der Glasfassade – die Ausstellung mit Bildern von Martin Naumann aus Großpösna bei Leipzig eröffnet.

Auf fast 50 Tafeln präsentiert das Martin-Luther-King-Zentrum Werdau bis zum 25. Mai 2010 die Bilder des damaligen Pressefotographen der „Leipziger Volkszeitung“.
Von seinem Arbeitgeber wegen politischer Unzuverlässigkeit beurlaubt, fotografierte Martin Naumann während der Montagsdemonstrationen 1989 in Leipzig mit seiner privaten „Praktika“. Dies sind die einzigen bekannten Fotos, auf denen man auch Gesichter der Demonstranten erkennen kann. Naumann hielt die Bilder wohlweislich unter Verschluss und weigerte sich nach Bekanntwerden sogar, sie der Staatssicherheit herauszugeben. Eines der Fotos mit Demonstranten vor der Nikolaikirche zu Leipzig diente 2009 als Vorlage für die Sonderbriefmarke zum 20. Jahrestag der Friedlichen Revolution.

Der Gründer und Leiter des Deutschen Zeitungsmuseums im Gutenbergmuseum zu Mainz, Dr. Martin Welke, hat die Ausstellung repräsentativ aufbereitet und gemeinsam mit dem Fotographen nach der Ausstellung in Mainz dem Martin-Luther-King-Zentrum vermittelt. In Leipzig hatte die Exposition zuletzt mehr als 6000 Besucher.

Bei der Eröffnung der Ausstellung, die bis 25. Mai 2010 an der Glasfassade der Hochschulbibliothek am Kornmarkt gezeigt wird, wenden sich unter anderem der Fotograph selbst und der Vorsitzende des Martin-Luther-King-Zentrums mit einigen Worten an das interessierte Publikum.