Automobilität der Zukunft

Am 06.06.2017 um 17 Uhr hält Prof. Dr.-Ing. Cornel Stan einen Vortag zum Thema
Automobilität der Zukunft und die Kraftfahrzeugtechnik an der Zwickauer Hochschule

Die Automobilität der Zukunft, als sehr aktuelles Thema, wird zu oft auf autonomes Fahren und Elektroantrieb vereinfacht. Die Vielfalt der Automobile wird allerdings zukünftig noch deutlicher werden, entsprechend der geografischen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Bedingungen in unterschiedlichen Regionen der Erde: als SUV’s, Pick-Up’s, Coupés, Kombis, Kabrios, preiswerte Mehrzweckwagen. Ein Universalauto mit Universalantrieb ist deswegen nicht zu erwarten. Das moderne Automobil muss zahlreiche Funktionen erfüllen, von der Absicherung der erwarteten Leistung unter den festgelegten Grenzen der Schadstoffemission, über die aktive und passive Sicherheit und Konnektivität bis hin zum autonomen Fahren. Komfort und gute Fahreigenschaften dürfen nicht fehlen.

Die Zukunft wird klare Antriebsszenarien bringen:
– Hybride mit Antrieb durch Verbrenner und Elektromotor für schwere Autos für Fahrten auf Landstraßen und Autobahnen
– Reiner Elektroantrieb mit Energie aus Batterie für kompakte Autos in den Umweltzonen großer Städte
– Kompakte Verbrenner die Vorteile von Diesel und Otto vereinen, betrieben mit Alkoholen aus Algen und Pflanzenresten für Mittelklassewagen
– Elektroantrieb mit Stromerzeugung an Bord in stationär arbeitenden Gasturbinen, Wankel- oder Zweitaktmotoren mit Direkteinspritzung
– Preiswerte Autos mit viel Platz, mit Zwei- bis Dreizylindermotor im Ethanolbetrieb, die die Normen bezüglich Emissionen und Fahreigenschaften noch erfüllen

Die Zwickauer Hochschule hat in den letzten 40 Jahren, unter ihren verschiedenen Bezeichnungen, in Forschung und Lehre auf diesem Gebiet prägende Beiträge geleistet, deswegen hieß und heißt es in weiten Kreisen, mit Recht:
„Die Kraftfahrzeugtechnik in Zwickau ist ein Schaufenster Sachsens!“.

Der Vortrag findet in der Aula, Peter-Breuer-Straße statt. Der Eintritt ist frei.
Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen!

Die Teilnahme können sich Studierende auf ihrem
Nachweisbogen zum Studium generale eintragen lassen.

Was geschah am 23. Juli 1903?

Am 23. Juli 1903 bringt die Ford Motor Company
das Modell A auf den US-amerikanischen Markt
– das erste fertig produzierte Automobil.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4e/Ford_Model_A_1903.jpg

Am 16. Juni 1903 wurde die Ford Motor Company formell ins Leben gerufen. Dies war Henry Fords zweites Unternehmen. Das erste, die Henry Ford Company, stand kurz vor der Insolvenz und die Kapitalgeber holten Henry M. Leland als Sanierer. Die Reorganisation führte zur Umbenennung des Unternehmens in Henry Ford Company. Die Zusammenarbeit funktionierte schlecht und Henry Ford verließ sein Unternehmen mit 900 Dollar in der Tasche, den Konstruktionsplänen für sein nächstes Auto und der gegenseitigen Übereinkunft, dass Ford seinen Namen weiterhin als Markennamen verwenden durfte und dass das Unternehmen den Namen erneut wechseln würde. So entstand daraus die Cadillac Motor Company. Weil sowohl Ford wie auch Leland ihr erstes Serienmodell aus Fords Entwurf ableiteten, kam es zu einer großen Ähnlichkeit zwischen dem ersten Cadillac und dem Ford Modell A.

Das neue Auto wurde in gemieteten Räumlichkeiten an der Mack Avenue in Detroit hergestellt. Zu Beginn standen Modellnamen wie „Daisy“ (einer der Aktionäre war der Hersteller eines gleichnamigen Luftgewehrs) und „Fordmobile“ im Raum; letzterer wurde tatsächlich für kurze Zeit verwendet ehe sich „Modell A“ durchsetzte. Es war das erste Automobil, das von der neu gegründeten Ford Motor Company im Jahr 1903 produziert wurde. Dr. Ernst Pfenning aus Chicago, Illinois wurde am 23. Juli 1903 der erste Besitzer eines Modells A. 1.750 Autos von Modell A und seinem Nachfolger AC wurden von 1903 bis 1905 gebaut.

Das Auto wurde als zweisitziger Runabout oder viersitziges Tonneau-Modell angeboten, wahlweise mit Verdeck. Der Tonneau-Aufbau mit Tür im Heck war abnehmbar. Der 2-Zylinder-Boxermotor war mittig im Fahrzeug untergebracht und erzeugte 6 Kilowatt (8 PS). Über ein 3-Gang-Planetengetriebe wurden die Hinterräder angetrieben, wie später auch im Modell T. Das Auto wog 562 Kilogramm und hatte eine Höchstgeschwindigkeit von 72 km/h. Der Radstand war 72 Zoll (1,8 m). Es kostete 750 $ und konnte für 100 $ mit einem hinteren Sitz und einem Verdeck aus Gummi für 30 $ oder Leder für 50 $ ausgestattet werden.

Für die Entwicklung hatte Ford fast sein gesamtes Ausgangs-Investitionskapital in Höhe von 28.000 $ ausgegeben. Auf dem Bankkonto waren nur 223,65 $ verblieben, als das erste Modell A verkauft wurde. Der Erfolg dieses Automodells brachte der Ford Motor Company Profit, Henry Fords erstem erfolgreichen Unternehmen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ford_Modell_A

Im Bibliotheksbestand befinden sich zahlreiche Bücher über die Automobilgeschichte, Kraftfahrzeugtechnik und auch Anwendungshilfen zur Reparatur von verschiedenen Modellen aller Automobilhersteller.