
Die Hochschulbibliothek ist Teil des Notfallverbunds Zwickau, welcher gemeinsam mit Zwickauer Kultureinrichtungen im August 2024 zur schnellen und koordinierten gegenseitigen Unterstützung in Notfällen gegründet wurde – aktuell dabei sind die Stadtbibliothek, die Ratsschulbibliothek, das Stadtarchiv, die Kunstsammlungen Zwickau Max-Pechstein-Museum, die Priesterhäuser, das Robert-Schumann-Haus und das August Horch Museum.
Am Montag, 31.03.2025, fand ein erster gemeinsamer Übungseinsatz auf dem Gelände des August Horch Museums statt. Im Fokus des Tages stand ein speziell angeschaffter Notfallanhänger* für die Rettung von Kulturgütern. Der mobile Anhänger, der im Ernstfall von der Zwickauer Berufsfeuerwehr zum jeweiligen Einsatzort transportiert werden kann, bietet eine umfangreiche und vielfältige technische Ausstattung. Der Übungstag half, sich mit den verschiedenen Materialien vertraut zu machen und den koordinierten Bergungsablauf im Schadensfall zu proben.
Die Zwickauer Berufsfeuerwehr war ebenfalls vor Ort und unterstützte alle teilnehmenden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der zahlreichen Einrichtungen mit praktischen Übungen in der Handhabung von Feuerlöschern sowie Erläuterungen zu Evakuierungsplänen. Anschließend wurde gemeinsam unter anderem geprobt, Bücher nach einem Wasserschaden sachgerecht für weitere Rettungsmaßnahmen (im Ernstfall z.B. Gefriertrocknung – wie Ende 2020 auch im Havariefall in der Hauptbibliothek) zu verpacken.
Eine ähnliche Übung soll jährlich wechselnd in jeder am Notfallverbund Zwickau beteiligten Einrichtung stattfinden.
Der Übungseinsatz wurde von den Medien aufgezeichnet oder berichtet:
Bericht des MDRs zur Notfallübung
Bericht von Radio Zwickau
Bericht von Stadt Zwickau

*Fördermittel
Der Hänger und die darin befindliche Ausstattung wurden mit finanzieller Unterstützung der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturgutes (KEK) und der Sächsischen Universitäts- und Landesbibliothek Dresden (SLUB) angeschafft.
Die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) wurde 2011 gegründet und wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und der Ländergemeinschaft über die Kulturstiftung der Länder gefördert. Die KEK unterstützt bundesweit Projekte zum Originalerhalt. Seit 2010 wurden in der KEK-Modellprojektförderung und dem BKM-Sonderprogramm Projekte mit mehr als 25,6 Millionen Euro umgesetzt.
(Quelle zwickau.de)