Die letzten Jahrzehnte Protestantismus …

Am 23.01.2018 findet um 17 Uhr der Vortrag „Zumutbare Wahrzeiten zur kirchlichen Aufarbeitung der beiden Diktaturen des 20. Jahrhunderts“ von Dr. Edmund Käbisch bei uns in der Hauptbibliothek statt.

Folgende These wird erörtert und dann zur Diskussion gestellt:
Der nicht aufzuhaltende Vertrauensverlust (Implosion) der Landeskirche ist von ihr selbst mit verursacht, weil keine sachgerechte Aufarbeitung der NS- und DDR-Diktatur erfolgte.(Implosion ist der Gegensatz von Explosion)

An einzelnen Personen wird das Denken und Handeln von Christen – größtenteils aus der Zwickauer Region – dargestellt. Sie waren staatshörig. In der Nazi-Zeit haben sie sich unerbittlich eingesetzt, mit „Luther und Hitler“ eine neue Kirche zu schaffen. In der DDR-Zeit haben sie Andersdenkende aus der Kirche herausgedrängt, damit das „gute Staat-Kirche-Verhältnis“ erhalten bleibt. Ihr Verhalten war schädigend und nachhaltig, denn sie haben Verrat geübt.

Weder nach der bedingungslosen Kapitulation 1945 noch nach der Friedlichen Revolution 1989 wurde dieses Versagen weder öffentlich gemacht noch aufgearbeitet. Bis heute liegt darüber die Decke des Schweigens. Somit kann es sich in ähnlicher Weise wiederholen. Die Gefahr besteht, wer in der Diktatur schläft, der wacht in der Diktatur auf!

Es ist die Zeit angebrochen wie bei den Fällen des Kindesmissbrauchs innerhalb der Kirchen, dass darüber ein öffentlicher Diskurs geführt wird. So kann sich zaghaft neues Vertrauen entwickeln und zurückgewonnen werden.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Der Eintritt ist frei!

Die Teilnahme können sich Studierende auf ihrem Nachweisbogen
zum Studium generale eintragen lassen.

Im Glauben an Gott und Hitler

„Aus dem Wieratal ins Reich!“
Im idyllischen Tal des Flüsschens Wiera, 15 Kilometer nordöstlich von Zwickau gelegen, erzählt man sich nicht nur mancherlei beschauliche Geschichten aus alter Zeit, dort wurde vor wenigen Jahrzehnten auch Geschichte geschrieben:

1927 kamen Siegfried Leffler und Julius Leutheuser – zwei junge Pfarrer aus Bayern – nach Thüringen in die Kirchgemeinden Niederwiera und Flemmingen. Es gelang ihnen in wenigen Jahren, die Lehrer und Handwerker, die Jugend und die Bauern in ihren Dörfern für den Nationalsozialismus und für die Bewegung der „Deutschen Christen“ zu begeistern. Schon vor Hitlers Machtergreifung wählte fast die gesamte Bevölkerung im „Wieratal“ die NSDAP. Stolz marschierten die Burschen der SA als „Hitlers braune Bataillone“. In den Kirchgemeinden ersetzte eine neue „zeitgemäße deutsche Gottesfeier“ den herkömmlichen Gottesdienst. Nach 1933 dehnte sich die „Kirchenbewegung Deutsche Christen“ auf das ganze Deutsche Reich aus. Pfarrer Leffler wurde 1939 zum Leiter des kurz und schrecklich sogenannten „Entjudungsinstituts“ ernannt, das in der Lutherstadt Eisenach von deutschen evangelischen Landeskirchen gegründet wurde und die Aufgabe hatte, alles Jüdische aus Theologie, Kirchenmusik und Gemeindeleben auszutilgen.

Nach dem Kriegsende brach auch im Wieratal vieles zusammen. Nur bruchstückhaft gelang es, sich mit der eigenen – persönlichen wie kirchlichen – Verstrickung und Schuld in den dunklen Jahren des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.

Der Referent, Joachim Krause aus Schönberg, wird den Weg der „Deutschen Christen“ in den Jahren 1928 bis 1945 aufzeigen – ihren Aufbruch, Triumph und Niedergang – und auch die Aufarbeitung nach 1945 thematisieren. Es geht dabei nicht um Schuldzuweisung und Verurteilung, sondern um ein besseres Verstehen dessen, was damals in unserer Heimat geschah.

Der Vortrag findet am 16.01.2018 um 17 Uhr in der Hauptbibliothek statt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei!

Die Teilnahme können sich Studierende auf ihrem Nachweisbogen
zum Studium generale eintragen lassen.

Vortrag Kirgisistan

Die Westsächsische Hochschule Zwickau ist in Kirgisistan seit 2003 aktiv. Die Kooperation mit der Kirgisischen Staatlichen N.Isanov Universität für Bauwesen, Transportwesen und Architektur (KSUCTA) baut auf dem Studienangebot in Informatik der WHZ auf und wird seit 2008 vom DAAD gefördert. Die kirgisischen und deutschen Kooperationspartner haben den Studiengang personell und materiell weitgehend ausgestattet, und erfreuen sich einer steigenden Nachfrage an Informatikstudium. Frau Arzybaeva schloss sich dem Koordinatorenteam des Kirgisistan-Projektes 2011 an. Mit ihrem Hintergrund als diplomierte Germanistin hat sie in das Projekt die sprachliche und kulturelle Expertise eingebracht. Sie berichtet über ihren Weg zu Interkultureller Kompetenz und gibt Einblicke in ihre interkulturelle Arbeitswelt aus der  Perspektive einer Kirgisin, die Germanistik studiert hat und in Deutschland tätig ist. Sie schöpft jeden Tag neue Erkenntnisse und sammelt Erfahrungen an der Interkulturellen Kommunikation im akademischen Bereich.
Mehr dazu erfahren Sie heute bei uns in der Hochschulbibliothek!

Alle Interessierten herzlich eingeladen! Der Eintritt ist frei.

Die Teilnahme können sich Studierende auf ihrem Nachweisbogen
zum Studium generale eintragen lassen.

Der Gruppenraum als Atelier

Am 12.12. fand die Vernissage zu den Papierschnitten von Miguel Castro in der Hauptbibliothek statt. Zahlreiche Besucher bewunderten seine Werke und kamen mit dem philippinischen Künstler ins Gespräch. Die Ausstellung ist voraussichtlich noch bis Mitte Februar des kommenden Jahres zu sehen. Es können alle Bilder der Ausstellung käuflich erworben werden.

Miguel Castro wird während seines Aufenthalts in Deutschland weitere Arbeiten anfertigen, dazu nutzt er auch unseren Gruppenraum der Hauptbibliothek als Atelier und Schauwerkstatt.
Gern kann ihm dabei über die Schulter geschaut werden.

Außerdem ist ein gemeinsamer Workshop mit Masterstudenten der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg geplant.

Wir freuen uns einen internationalen Künstler in unserem Haus begrüßen zu dürfen
und unseren Besuchern einen Einblick in seine Arbeitsweise zu ermöglichen.

Neujahreswünsche

„Man sagt, heute sei Neujahr. Punkt 24 Uhr sei die Grenze zwischen dem alten und dem neuen Jahr. Aber so einfach ist das nicht. Ob ein Jahr neu wird, liegt nicht am Kalender, nicht an der Uhr. Ob ein Jahr neu wird, liegt an uns. Ob wir es neu machen, ob wir neu anfangen zu denken, ob wir neu anfangen zu sprechen, ob wir neu anfangen zu leben.“ Johann Wilhelm Wilms

Ein neues Jahr heißt neue Hoffnung, neues Licht, neue Gedanken und neue Wege zum Ziel
– das wünschen wir allen für das Jahr 2018!

Wir freuen uns darauf, unsere Nutzer und Besucher am 02.01.2018 wieder gesund und munter begrüßen zu dürfen.

Ihr Team der Hochschulbibliothek

Öffnungszeiten zum Jahreswechsel

Hauptbibliothek                                           Zweigbibliothek Scheffelstraße
22.12.2017 08:30 – 15:00 Uhr                                               08:30 – 12:00 Uhr
23.12.2017 – 01.01.2018 geschlossen
02.01.2018 08:30 – 15:30 Uhr

Zweigbibliothek Schneeberg & Zweigbibliothek Reichenbach
22.12.2017 – 02.01.2018 geschlossen

Zweigbibliothek Markneukirchen
15.12.2017 – 02.01.2018 geschlossen

Hochschularchiv
22.12.2017 – 02.01.2018 geschlossen