Das blindgeweinte Jahrhundert

Zu unserer nächsten Autorenlesung mit Marcel Beyer
am Dienstag, 07.11.2017 laden wir Sie recht herzlich ein.

Marcel Beyer wird zu seinem aktuellen Essay „Das blindgeweinte Jahrhundert – Bild und Ton“ sprechen.

„Ist Literatur im exterministischen 20. Jahrhundert, in dem Tod ein Meister aus Deutschland geworden ist, noch möglich? Ist ihre Daseinsberechtigung entfallen, da nach Auschwitz jede kulturelle Produktion nur Ausdruck der Barbarei sein kann? Ist Literatur gerade wegen der Gräueltaten notwendig, gar unumgänglich? Welcher Verfahren hat sich solche Literatur zu bedienen? Diese Fragen verfolgt der Georg-Büchner-Preisträger des Jahres 2016 in seinen poetischen Untersuchungen­ und hat eine ebenso knappe wie weitreichende Antwort parat: durch Detailarbeit am Material der Realität wie der Literatur.“


Beginn 17 Uhr – Eintritt frei!

Die Lesung findet im Projekt „Autoren aus Sachsen in sächsischen Bibliotheken“ des Literaturforum Bibliothek statt.

Die Teilnahme können sich Studierende auf ihrem Nachweisbogen
zum Studium generale eintragen lassen.

Kaleidoskop der Kulturen

Unsere Arbeits- und Lebenswelt wird immer internationaler. Frühzeitig interkulturelle Erfahrungen zu sammeln ist damit wichtiger denn je.

Professoren, Dozenten und Absolventen berichten in diesem Buch von ihren Erlebnissen mit fremden Sprachen und Kulturen in aller Welt. So vielseitig wie ihre Eindrücke sind auch ihre Texte – neben Studien- und Arbeitsaufenthalten im Ausland geht es um die Entwicklung von Institutskooperationen, aber auch um sprachliche Kontraste, die auf kulturellen Unterschieden basieren und unser Handeln beeinflussen. Kurzum – ein Kaleidoskop an Erfahrungen mit Kultur und Sprache.

kaleidoskop

In einer Woche, am 08.11.2016 stellt die Herausgeberin, Frau Prof. Dr. Ines Busch-Lauer das Buch „Kaleidoskop der Kulturen 2 – Begegnungen mit Sprachen und Kulturen“ in der Hochschulbibliothek vor.

Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen!
Beginn ist 17 Uhr. Der Eintritt ist frei!

Die Teilnahme können sich Studierende auf ihrem
Nachweisbogen zum Studium generale eintragen lassen.

Vierzig Tage Armenien

Schon viele Male war die Autorin in Armenien, wohnte bei einer Familie in Jerewan. Nun macht sie sich auf den Weg, das kleine alte Gebirgsland im Kaukasus allein zu durchqueren. Dabei begegnet sie Menschen, die ihr in nur vierzig Tagen eine weite Reise durch die armenische Geschichte, Mythologie und Gesellschaft ermöglichen. Von den Landfrauen lernt sie, Brot zu backen, die Archäologen nehmen sie mit in ihre Welt der Steine, Vater Aspet zieht mit ihr von Kloster zu Kloster, und jeder weiß uralte Geschichten zu erzählen. Dazu gehört auch die Erinnerung an den grausamen Völkermord von 1915.
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Constanze John, 1959 in Leipzig geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Pädagogik und absolvierte ein Fernstudium am Literaturinstitut in Leipzig. Sie schreibt Prosa, arbeitet für Theater, Oper und den Hörfunk und bereut seit 2012 die Schreibwerkstatt für Kinder am Literaturhaus Leipzig. Im Jahr 2000 erhielt sie ein Reisestipendium des Auswärtigen Amtes für Armenien, seither ist sie immer wieder in das kleine Land im Kaukasus gereist…
 
Begegeben Sie sich mit Frau John auf die Reise durch Armenien, hören Sie Ihre Texte und lassen Sie die Bilder und die Musik aus dem Land auf sich wirken. Die Buchpräsentation zu „Vierzig Tage Armenien“ findet am 01.11.2016 um 17 Uhr in der Hochschulbibliothek statt.
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Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen! Der Eintritt ist frei!

Die Teilnahme können sich Studierende auf ihrem
Nachweisbogen zum Studium generale eintragen lassen.

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„Eine deutsche Autorin blickt aus einem Fenster in ein altes Land.“ – Marcel Zischg

„Und es gibt Abschnitte in diesem Buch, die sprachlich unvermittelt aufschwingen, fast tanszendent wirken.“ Harri Engelmann

„Die vierzig Tage der Arche Noah, die vierzig Wüstentage von Jesus und ‚die vierzig Tage des Musa Dagh‘ von Franz Werfel …“ Matthias Biskupek

Erste Veranstaltung 2016

Lesung mit der Autorin Eleonora Hummel zu ihrem Roman
„In guten Händen, in einem schönen Land“
am 19.01.2016 um 17 Uhr in der Hochschulbibliothek am Kornmarkt.
Der Eintritt ist frei!

Die Teilnahme können sich Studierende auf ihrem
Nachweisbogen zum Studium generale eintragen lassen.

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Inhaltsangabe (Klappentext der Hardcoverausgabe 2013 – Steidl Verlag):

Vikas Mutter lebt. Sie hat nur etwas Schlimmes getan. Deswegen darf sie nicht mit ihrer Tochter zusammen sein. Es ist ihre Strafe, nicht Vikas.

So viel hat das Mädchen verstanden. Warum aber ihre Mutter, Olessia, eine halbe Ewigkeit im russischen Arbeitslager verbringt, das sagt ihr niemand. Nicht die Erzieherinnen im Kinderheim, und auch nicht Nina. Obwohl die es wissen müsste. Sie war ja selbst im Gulag, kam nur früher frei, hat Vika gefunden und liebt sie jetzt.

Olessias Chancen stehen schlecht, als auch sie 1958 endlich entlassen wird. Wer würde ihr noch ein Kind anvertrauen? Doch ihre Hoffnung ist wie ein Hefeteig. Stülpt Olessia ihr einen Deckel über, hebt die Hoffnung ihn immer wieder an, lässt Olessia glauben, da wären unsichtbare Bande zwischen Vika und ihr, Nachwirkungen der Nabelschnur.

Mit Olessias Befreiung geht für alle drei der Kampf in eine neue Runde, gegen den russischen Winter und den Sowjet-Apparat, um einen Menschen an der Seite und für eine eigene, endlich glückliche Geschichte. Jede kämpft mit ihrer Waffe: mit kindlicher Logik die eine, mit Zähigkeit die andere und mit der Kunst die dritte.

© get-shot.de
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Autoreninfo:

Eleonora Hummel wurde 1970 in Astana/Kasachstan geboren. 1980 zog die Familie in den Nordkaukasus und siedelte zwei Jahre später nach Dresden über. Ihr viel beachtetes Debüt „Die Fische von Berlin“ sowie ihr zweiter Roman, „Die Venus im Fenster“, sind ebenfalls bei Steidl erschienen. Eleonora Hummel hat mehrere Auszeichnungen erhalten, unter anderen den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis und, für einen Auszug aus „In guten Händen, in einem schönen Land“, den Hohenemser Literaturpreis.

Gefördert durch die Robert Bosch Stiftung

Lesung: Ein Menschenschicksal

Am 10.11.15 um 17 Uhr berichtet Frau Marina Stroisch über die Erlebnisse des Zwickauer Juden Moses Grosser, der durch die Nazis verfolgt und vertrieben wurde.
Mosses Grosser hinterließ einen erschreckenden Bericht über die Reichskristallnacht in Zwickau, die Abschiebung seiner Familie nach Polen und das Leben und Sterben in den faschistischen Vernichtungslagern.

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Marina Stroisch
ist Mitglied des VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten), außerdem wurde sie 2013 als ehrenamtliche engagierte Bürgerinnen und Bürger im Landtag ausgezeichnet, kümmert sich um die Aufarbeitung der Geschichte der Juden in Zwickau, um Aufstellung und Erhalt von Denkmälern und führt Stadtführungen zum Thema durch.

Zur Lesung sind alle Interessierten ganz herzlich
in die Hauptbibliothek eingeladen!

Der Eintritt ist frei!

Die Teilnahme können sich Studierende auf ihrem
Nachweisbogen zum Studium generale eintragen lassen.

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Zum Thema passende Literatur:

„Der Zwickauer Jüdische Friedhof – Eine Dokumentation -“
finden Sie in der Hauptbibliothek unter dem Standort: NZ 15280 Z98

Was Charles Darwin geglaubt hat

Aufbruch zu neuen Horizonten

Einer der ersten Naturforscher, der den Wandel des Lebens auf der Erde und die Entstehung von neuen Arten durch natürliche Ursachen zu erklären versuchte, war CHARLES DARWIN. Vor mehr als 150 Jahren erschien sein wichtigstes Werk „Über die Entstehung von Arten“. Was prägte den neugierigen jungen Mann, wie wurde er vom Theologiestudenten zum Naturforscher, wie brachte er seine so unterschiedlichen Lebensaspekte als Farmer, Familienvater und Wissenschaftler zusammen? Wir wollen nachdenken über den berühmten und umstrittenen Menschen und Naturforscher, uns deutlich machen, was er selbst gesagt und geschrieben hat und was andere daraus gemacht haben.

Darwin

Die Lesung mit Joachim Krause zu seinem Werk
„Was Charles Darwin geglaubt hat“
findet am 06.10.15 um 17 Uhr in der Hauptbibliothek statt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Der Eintritt ist frei!

Die Teilnahme können sich Studierende auf ihrem
Nachweisbogen zum Studium generale eintragen lassen.

Tage der Poesie

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Wir laden Sie recht herzlich zur Auftaktverantaltung der „Tage der Poesie in Sachsen“ ein. Diese findet am Donnerstag, 25.06.2015 um 17 Uhr in der Hochschulbibliothek am Kornmarkt statt.

„Lesung mit Musik“

mit Gabriele Frings, Ralph Grüneberger, Franziska Röchter und Maria Schüritz
moderiert wird die Veranstaltung von Matthias Biskupek

Der Eintritt ist frei!

Die Teilnahme können sich Studierende auf ihrem
Nachweisbogen zum Studium generale eintragen lassen.

Weitere Veranstaltungen zu den „Tagen der Poesie in Sachsen“ finden Sie hier: tage-der-poesie-sachsen.de/veranstaltungen