Vortrag: Friedliche Revolution

Die Friedliche Revolution war kein Geschehen, das sich im Herbst 1989 überraschend ereignete und dann zur deutschen Wiedervereinigung führte. Bereits Anfang der 1980er Jahre kamen in Zwickau mutige Bürger zusammen, welche die SED-Diktatur verbessern und reformieren wollten. Sie versammelten sich in Basisgruppen unter dem Dach der Kirche. Sie setzten sich für Gerechtigkeit, Frieden, Freiheit und Bewahrung der Umwelt ein. Sie lösten mit ihrem Denken, Reden und Handeln einen nachhaltigen Prozess aus. Die Bevölkerung wurde für die Themen dieser Menschenrechte sensibilisiert. Zunehmend begannen immer mehr Bürger zu fordern, alle Menschenrechte müssen auch in der DDR-Gesellschaft verwirklicht werden. Die Basisgruppen waren es, die das erste Friedensgebet organisierten und durchführten. Nach dem nächsten Friedensgebet ging dann die Bevölkerung von der Kirche auf die Straße und die Revolution nahm seinen friedlichen Verlauf.

Aber dieses weltgeschichtlich einmalige Ereignis verlief nicht so harmonisch und glatt, wie es heute gern gesehen und dargestellt wird. SED, Stasi und die Amtskirche haben massiv auf diese friedliche Entwicklung offiziell und inoffiziell Einfluss genommen. Der Status quo sollte erhalten bleiben! Als Zeitzeuge und Pfarrer werde ich diese damaligen Geschehnisse rekonstruieren und zur Diskussion stellen.

In Kooperation mit dem „Verband politisch Verfolgter des Kommunismus e.V.“ (VPVDK).

Dr. Edmund Käbisch

Plakatentwurf

Wir laden Sie recht herzlich zur Veranstaltung von
Dr. Edmund Käbisch, Pfarrer i.R. Zwickau ein!

Am 14.10.2014 um 17 Uhr spricht Dr. Käbisch zum Thema
„friedliche Revolution“ in der Hochschulbibliothek am Kornmarkt.

Der Eintritt ist frei!

Die Teilnahme können sich Studierende auf ihrem
Nachweisbogen zum Studium generale eintragen lassen.

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